Sicher durch die Krise – so schützen sie ihr Vermögen

Wie ich ja schon vor ein paar Tagen hier geschrieben habe ist es keine Frage ob die Krise kommt, sondern nur wann.

Wie kann man sein Vermögen schützen?

Geld ist im Grunde genommen nur buntes Papier und hat keinen reellen Wert. Wie man schon bei vielen vorherigen Wirtschaftskrisen gesehen hat kann es seinen kompletten Wert verlieren, sei es durch Inflation oder auch weil die derzeitige Währung einfach abgeschafft wird.

Nur durch Investition in Sachwerte kann man sein Vermögen sichern

Sachwerte haben sich seit Jahrhunderten bewährt. In Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen bieten sie den bestmöglichen Schutz für Vermögen jeder Größenordnung. Die Geschichte beweist: Sachwerte sind die einzig verlässlichen Wertspeicher. Ihr Wert mag schwanken, aber völlig wertlos können Sachwerte niemals werden.

Folgende Sachwerte haben sich seit Generationen bewährt:

Gold
Das Edelmetall ist historisch betrachtet ein Zahlungsmittel, eine weltweit anerkannte Währung, die kein Staat so leicht abschaffen kann – während Papiergeld für wertlos erklärt werden kann. Außerdem entwickelt sich Gold meist konträr zu anderen Anlageklassen wie Aktien, dh. in einer Krise steigt der Preis stark an.

Ich würde empfehlen Gold in möglichst kleiner Stückelung zu kaufen, also 10 oder 20g Barren oder Goldmünzen wie die 100€ Münze der Bundesrepublik Deutschland, den Krügerrand aus Südafrika oder den Maple Leaf

Wichtig ist auch dass Gold nicht bei der Bank aufzubewahren. Dort ist es nicht sicher vor dem Zugriff des Staates. Am Besten man lagert es zu Hause im Tresor. Wer ganz sicher gehen will kann es auch im Garten vergraben.

Ein großer Vorteil von Gold ist auch dass es Mehrwertsteuerbefreit ist und auch bei einer Haltedauer von über einem Jahr zahlt man keinerlei Steuer auf erzielte Gewinne.

Silber

Silber hat noch den Vorteil dass es auch ein Industriemetall ist und in vielen Bereichen eingesetzt wird. Somit könnte der Preis stark steigen wenn es mit der Konjunktur wieder aufwärts geht und die Nachfrage nach Silber wieder steigt.

Für den täglichen Bedarf in Zeiten rasanter Inflation haben sich Silbermünzen bewährt. Damit konnte man in vergangenen Großkrisen stets auch Kartoffeln, Getreide oder einen Schinken von Bauern der Region eintauschen.

Einen kleinen Nachteile gegenüber Gold gibt es jedoch auch. Beim Silbererwerb fallen 19% Mehrwertsteuer an.

Aktien

Legen Sie in wenig schwankungsanfälligen Aktien an.

Vermeiden Sie dabei spekulative Titel. Investieren Sie stattdessen in grundsolide, krisensichere Unternehmen, die es in Jahrzehnten noch geben wird.

Konzentrieren Sie sich also auf Konzerne, die international vertreten sind, denn so können Krisen auf einzelnen nationalen Märkten durch andere ausgeglichen werden.

Besonders zu empfehlen sind defensive Aktien wie Nahrungsmittelkonzerne oder Pharmafirmen oder Unternehmen aus dem Energiesektor.

Prüfen Sie anhand der Geschäftsberichte das Cash-Polster, die Eigenkapitalquote des Unternehmens, die mind. 30% betragen sollte.

Immobilien

Viele Menschen möchten sich den Traum vom Eigenheim erfüllen und sehen darin einen guten Krisenschutz, vor allem, wenn die Zinsen niedrig sind. Die erzielte beziehungsweise ersparte Miete einer Immobilie stellt einen Ertrag dar wie bei einer Geldanlage. Zudem bedeutet ein eigenes Haus ein Mehr an Lebensqualität, wenn man es selbst bewohnt.

Denoch sind Immobilien als Krisenschutz nicht uneingeschränkt zu empfehlen, besonders wenn sie kreditfinanziert sind. Solange die Zinsen noch niedrig sind mag dass funktionieren, aber wehe sie steigen wieder. Das hat man in der letzten Finanzkrise vor 10 Jahren gesehen. Die Immobilienpreise fielen und die Kreditraten stiegen. Plötzlich waren die Häuser weniger wert als die ausstehende Kreditsumme und wurden von den Banken zwangsversteigert. Es traf ganz normale Menschen mit einem geregelten Leben und einem Job, die nun ihr Haus verloren und obdachlos wurden.

Rohstoffe

Auch andere Rohstoffe können einen guten Krisenschutz bieten. Besonders natürlich Agrarrohstoffe wie Weizen, Mais, Kaffee, Kakao etc. Gegessen und getrunken wird immer und die Weltbevölkerung steigt und somit auch die Nachfrage nach Nahrungsmitteln.

Land

Auch Äcker, Wiesen oder Wälder eignen sich als Krisenschutz. Allerdings sind die Preise auch schon sehr stark gestiegen.

Wertgegenstände nicht geeignet

Sachen wie Gemälde, Oldtimer, Schmuck sind eher ungeeignet. Im Falle einer Krise werden sie stark im Wert fallen weil niemand mehr Geld für sowas ausgeben wird.

Fazit

Am allerwichtigsten ist Diversifikation. Also das Vermögen auf mehrere Sachen verteilen.

Immobilien und Aktien sind derzeit schon deutlich zu teuer. Besonders bei Immobilien bildet sich eine Blase die irgendwann platzen wird. Bei Aktien kann man noch vereinzelt Werte finden die noch nicht zu teuer sind. Als Immobilienbesitzer hat man ausserdem das Problem dass man so ziemlich der staatlichen Willkür ausgesetzt ist. So hat die Vergangenheit gezeigt dass sich der Staat, wenn er Geld braucht, immer neue Sachen einfallen lässt um Immobilenbesitzer zu schröpfen.

Am sinnvollsten erscheint mir derzeit eine Kombination aus Edelmetallen in physischer Form und Investitionen in andere Rohstoffe. Wie man als Privatanleger in Rohstoffe investieren kann habe ich hier beschrieben. Einfacher ist jedoch die Investition in ein Zertifikat was gleich mehrere Rohstoffe abdeckt wie z.B. das Wikifolio Zertifikat Rohstoffe langfristig.

Inflation ereicht höchsten Stand seit 2012 – Wie Rohstoffe davor schützen können


Die Inflation in Deutschland hat sich 2018 erhöht. Der Preisanstieg lag laut Statistischem Bundesamt mit 1,9 Prozent etwas über dem Niveau von 2017. Das war der stärkste Anstieg der Preise seit dem Jahr 2012.

Jetzt könnte man sich natürlich denken, 1,9% klingt doch erstmal gar nicht so viel. Damit liegt man immer noch unter der Zielvorgabe der EZB von 2%. Wenn man allerdings bedenkt was man an Zinsen bekommt wenn man das Geld nur auf der Bank liegen lässt, dann sieht die Sache schon anders aus…

Auch sind die offiziellen Inflationsraten Mittelwerte aus einem einheitlichen Warenkorb. Es werden auch Dinge wie Elektrogeräte, Kleidung, Hotelübernachtungskosten usw. erfasst, also alles Dinge die man nicht täglich braucht, die aber in die Berechnung mit einfließen.

So sieht man z.B. das 2018 viele Dinge die man täglich braucht wie z.B. Strom, Benzin, Heizöl deutlich stärker gestiegen sind als 1,9%.

Tatsächlich ist der Geldschwund, besonders für Leute in Metropolregionen durch stark steigende Mieten und Nebenkosten schon deutlich höher.

Quelle: Statista.com

So hat sich z.B. in Berlin die Miete seit 2008 verdoppelt! Auch in den anderen Großstädten siehts nicht viel besser aus.

Auf der Seite vom statistischen Bundesamt gibt es einen Rechner auf dem man seine persönliche Inflation ausrechnen kann.

So liegt z.B. die sogenannte „gefühlte Inflation“, d.h. ein Warenkorb bei dem tatsächlich häufig gekaufte Güter wie Lebensmittel oder Benzin höher gewichtet werden bei über 4%.

Könnte die Inflation noch stärker steigen?

Viele Ökonomen fürchten in der Tat den berüchtigten „Ketchupflaschen- Effekt“. Das bedeutet dass sich lange Zeit bei der Inflation nicht viel tut, aber dann plötzlich schwappt sie in unkontrollierbarer Menge heraus.

Auch sogenannte Zweitrundeneffekte könnten die Inflation weiter anheizen. Gewerkschaften nehmen steigende Preise als Grundlage um deutlich höhere Löhne zu fordern. Das widerum hat höhere Produktionskosten zur Folge was sich in noch stärker steigenden Preisen niederschlägt. Dadurch könnte ein Teufelskreis aus steigenden Löhnen und höheren Preisen entstehen. So hat zum Beispiel die Dienstleistungsgesellschaft VERDI jüngst stolze 6% mehr Lohn verlangt. Deutlich steigende Löhne waren übrigens auch schon in den 70er und 80er Jahren (neben den Ölpreisen) der Grund für die hohe Geldentwertung.

Auch die Geldmenge in der Eurozone ist seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 um mehr als ein Drittel gestiegen. Der Wert aller Güter und Dienstleistungen in der Währungsunion ist in dieser Zeit allerdings nur um 2,4% gewachsen- ein Inflationsrisiko wie aus dem Lehrbuch.

Staat profitiert von hoher Inflation

Gut ist eine starke Geldentwertung dagegen für den Staat. Seine Schulden werden nämlich im Idealfall im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung immer geringer und die Steuereinnahmen steigen allein aufgrund der Erhöhung der nominalen Einkommen (durch die Steuerprogression), ohne dass die Steuersätze erhöht werden müssen.

Welche Auswirkungen hat die Inflation für Sparer?

Für die Sparer wird die Lage immer prekärer. Wer sein Geld nur in sichere Anleihen anlegt bekommt maximal 1%. Das bedeutet dass das Geld Tag für Tag an Kaufkraft verliert.

Aktien sind immer eine gute Alternative. Allerdings steigen die Kurse seit mittlerweile 10 Jahren und Aktien sind schon deutlich zu teuer. Daher besteht dort erhebliches Rückschlagpotential.

Auch Immobilien sind keine Alternative mehr. Die Preise sind in den letzten Jahren nahezu explodiert und der Boom könnte bald ein Ende haben.

Welche Möglichkeiten bleiben dann noch um seine Ersparnisse zu sichern?

Guckt man sich Rohstoffe an, sieht man dass viele Werte noch deutlich unter ihren Höchstukursen notieren. Hier z.B. die Goldpreisentwicklung in den letzten Jahren:

Wie man sieht ist noch deutlich Luft nach oben, im Jahre 2011 kostete die Unze Gold schon mal über 1800 $, also mehr als 30% mehr als heute.

Gerade Gold und Silber sind natürlich besonders als Inflationsschutz geeignet. Sie haben sich langfristig als wertstabil erwiesen, ihr Wert ist unabhängig vom Zahlungsversprechen einer Regierung oder Notenbank und sie können weltweit als universelle Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Jedoch sind durchaus auch andere Rohstoffe geeignet um die Inflation zu kontern. So kann man z.B. in Öl investieren, dann ärgert man sich nicht so sehr wenn die Benzinpreise wieder steigen weil man dann auch durch die Investition in Öl Geld verdient. Ähnlich verhält es sich auch mit Kaffee, Kakao, Weizen und Mais.

Wie kann ich denn jetzt genau in Rohstoffe investieren?

Gold und Silber sind in der Tat die einzigen Rohstoffe in die ich auch in physischer Form investiere. Es kann nie schaden ein paar Goldbarren oder Münzen zu besitzen. Ich persönlich bin ein großer Freund der 100€ Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland. Zusätzlich zu dem Goldwert kommt auch noch der Sammlerwert. Sie erscheint nur einmal pro Jahr und in begrenzter Auflage. Bestellt werden kann sie hier.

Ansonsten sollte man Gold und Silber nur bei großen und bekannten Händlern wie degussa oder proaurum kaufen.

In die restlichen Rohstoffe investiert man am Besten über ETC´s. Wie genau das geht könnt ihr hier nachlesen.

Oder wenn ihr gleich mehrere Rohstoffe abdecken wollt und das mit möglichst wenig Arbeit und Aufwand könnt ihr auch in das Zertifikat Rohstoffe langfristig investieren. Es hat seit Auflegung fast 30% zugelegt, also deutlich mehr als nur ein Inflationsausgleich.