Extremwetter in den USA lässt Getreidepreise explodieren

Die Getreidepreise gehen gerade durch die Decke. Grund hierfür ist das extreme Wetter in weiten Teilen der USA, einem der wichtigsten Getreideanbauländer. Hier z.B. mal der Weizenchart:

Quelle: Onvista

So ging es innerhalb weniger Tage von 4,20$ je Bushel auf 5,20$ hoch. Grund hierfür sind die teil sintflutartigen Regenfälle im mittleren Westen der USA die eine fristgerechte Aussaat sowohl von Weizen als auch von Mais verhindern.


Das mögliche Zeitfenster dürfte sich vor allem für den Mais bald schließen und viele Flächen bleiben dann unbestellt. Vor diesem Hintergrund gehen viele Farmer und Getreidehändler in den USA in der neuen Saison von einer deutlich knapperen Versorgung und erheblich höheren Preisen aus als bislang erwartet wurden. US-Mais war bereits am vorigen Freitag auf ein Jahreshoch geklettert. Der Chicago-Weizen sprang auf den höchsten Stand seit vier Monaten.

Wie kann man von der Preisrally profitieren?

In Rohstoffe wie Weizen und Mais investiert man am besten über ETC´s.
Wie man dabei vorgeht hab ich hier beschrieben. Noch einfacher allerdings ist die Investition in das Rohstoff Wikifolio Rohstoffe langfristig. Es ist bei fast allen größeren Banken handelbar.
Einfach auf den Link klicken und dann auf Jetzt investieren. Oder bei eurem Onlinebroker einfach den Zertifikatnamen DE000LS9CND8 eingeben.

Chaos im erdölreichsten Land der Welt – Wie wirkt sich das auf den Ölpreis aus?

Kein Land verfügt über größere Ölreserven als Venezuela. Nicht Saudi-Arabien, nicht die USA, nicht Russland. Unter dem Territorium des kleinen südamerikanischen Landes liegen geschätzte 303 Milliarden Barrel Öl.

Erdölreserven nach Ländern

Demzufolge müsste Venezuela eigentlich eins der reichsten Länder der Welt sein. Trotzdem liegt es jetzt am Boden. Warum ist das so? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Sozialismus. Jahrzehntelange Misswirtschaft, Korruption, Vetternwirtschaft und fehlende Investitionen in die Erdölförderung haben dazu geführt dass mittlerweile nur noch 1 Mio. Barrel pro Tag gefördert werden. Das ist der niedrigste Stand seit 50 Jahren. Zum Vergleich: Saudi Arabien fördert pro Tag mehr als 10 Mio. Barrel.

Welche Auswirkungen hat die Krise auf den Ölpreis?

Um es kurz zu sagen, es kommt darauf an. Darauf wie sich die Situation in Venezuela weiter entwickelt. Dabei sind verschiedene Szenarien denkbar.

Sollte Maduro noch längere Zeit um seine Macht kämpfen, könnte das zu langanhaltenden Unruhen und damit zu einem fast völligen Erliegen der Wirtschaft führen.

Schlimmer noch: Wenn der Konflikt eskaliert und Venezuela als Exporteur ausfallen sollte, dann droht eine Angebotsverknappung, die, zumindest kurzfristig, auch wieder 3 stellige Preise zur Folge haben könnte. Allerdings könnten die anderen Opec Staaten sowie die USA und Russland diese fehlenden 1 Mio. Barrel aus Venezuela problemlos ausgleichen, so dass Preise über 100$ wohl nicht lange Bestand hätten.

Sollte es hingegen tatsächlich zu Neuwahlen in den nächsten Monaten kommen bei denen ein demokratischer gewählter Präsident die Macht übernimmt, sollte das dem Land Stabilität verleihen. Mit Hilfe ausländischer Ölkonzerne könnte dann die Produktion wieder zügig hochgefahren werden. Dann gibt es am Ölmarkt wieder ein Überangebot und die Preise fallen.

Allerdings halte ich dieses Szenario für nicht sehr wahrscheinlich. So schnell werden sich die „Chavistas“ nicht geschlagen geben, zumal sie über sehr mächtige Verbündete (Russland, China, Iran) verfügen. Es ist daher anzunehmen dass dieser Konflikt auf die eine oder andere Weise noch eine ganze Weile anhalten wird.

Fazit

Wer jetzt in Öl investiert ist sollte die Positionen halten und Gewinne laufen lassen. Von einem Neuanstieg auf dem derzeitigen Niveau rate ich allerdings ab. Ich werde, auch in meinem Wikifolio Rohstoffe langfristig ,erst ab Preisen von unter 50 ein neues Investment in Öl in Betracht ziehen.


Inflation ereicht höchsten Stand seit 2012 – Wie Rohstoffe davor schützen können


Die Inflation in Deutschland hat sich 2018 erhöht. Der Preisanstieg lag laut Statistischem Bundesamt mit 1,9 Prozent etwas über dem Niveau von 2017. Das war der stärkste Anstieg der Preise seit dem Jahr 2012.

Jetzt könnte man sich natürlich denken, 1,9% klingt doch erstmal gar nicht so viel. Damit liegt man immer noch unter der Zielvorgabe der EZB von 2%. Wenn man allerdings bedenkt was man an Zinsen bekommt wenn man das Geld nur auf der Bank liegen lässt, dann sieht die Sache schon anders aus…

Auch sind die offiziellen Inflationsraten Mittelwerte aus einem einheitlichen Warenkorb. Es werden auch Dinge wie Elektrogeräte, Kleidung, Hotelübernachtungskosten usw. erfasst, also alles Dinge die man nicht täglich braucht, die aber in die Berechnung mit einfließen.

So sieht man z.B. das 2018 viele Dinge die man täglich braucht wie z.B. Strom, Benzin, Heizöl deutlich stärker gestiegen sind als 1,9%.

Tatsächlich ist der Geldschwund, besonders für Leute in Metropolregionen durch stark steigende Mieten und Nebenkosten schon deutlich höher.

Quelle: Statista.com

So hat sich z.B. in Berlin die Miete seit 2008 verdoppelt! Auch in den anderen Großstädten siehts nicht viel besser aus.

Auf der Seite vom statistischen Bundesamt gibt es einen Rechner auf dem man seine persönliche Inflation ausrechnen kann.

So liegt z.B. die sogenannte „gefühlte Inflation“, d.h. ein Warenkorb bei dem tatsächlich häufig gekaufte Güter wie Lebensmittel oder Benzin höher gewichtet werden bei über 4%.

Könnte die Inflation noch stärker steigen?

Viele Ökonomen fürchten in der Tat den berüchtigten „Ketchupflaschen- Effekt“. Das bedeutet dass sich lange Zeit bei der Inflation nicht viel tut, aber dann plötzlich schwappt sie in unkontrollierbarer Menge heraus.

Auch sogenannte Zweitrundeneffekte könnten die Inflation weiter anheizen. Gewerkschaften nehmen steigende Preise als Grundlage um deutlich höhere Löhne zu fordern. Das widerum hat höhere Produktionskosten zur Folge was sich in noch stärker steigenden Preisen niederschlägt. Dadurch könnte ein Teufelskreis aus steigenden Löhnen und höheren Preisen entstehen. So hat zum Beispiel die Dienstleistungsgesellschaft VERDI jüngst stolze 6% mehr Lohn verlangt. Deutlich steigende Löhne waren übrigens auch schon in den 70er und 80er Jahren (neben den Ölpreisen) der Grund für die hohe Geldentwertung.

Auch die Geldmenge in der Eurozone ist seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 um mehr als ein Drittel gestiegen. Der Wert aller Güter und Dienstleistungen in der Währungsunion ist in dieser Zeit allerdings nur um 2,4% gewachsen- ein Inflationsrisiko wie aus dem Lehrbuch.

Staat profitiert von hoher Inflation

Gut ist eine starke Geldentwertung dagegen für den Staat. Seine Schulden werden nämlich im Idealfall im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung immer geringer und die Steuereinnahmen steigen allein aufgrund der Erhöhung der nominalen Einkommen (durch die Steuerprogression), ohne dass die Steuersätze erhöht werden müssen.

Welche Auswirkungen hat die Inflation für Sparer?

Für die Sparer wird die Lage immer prekärer. Wer sein Geld nur in sichere Anleihen anlegt bekommt maximal 1%. Das bedeutet dass das Geld Tag für Tag an Kaufkraft verliert.

Aktien sind immer eine gute Alternative. Allerdings steigen die Kurse seit mittlerweile 10 Jahren und Aktien sind schon deutlich zu teuer. Daher besteht dort erhebliches Rückschlagpotential.

Auch Immobilien sind keine Alternative mehr. Die Preise sind in den letzten Jahren nahezu explodiert und der Boom könnte bald ein Ende haben.

Welche Möglichkeiten bleiben dann noch um seine Ersparnisse zu sichern?

Guckt man sich Rohstoffe an, sieht man dass viele Werte noch deutlich unter ihren Höchstukursen notieren. Hier z.B. die Goldpreisentwicklung in den letzten Jahren:

Wie man sieht ist noch deutlich Luft nach oben, im Jahre 2011 kostete die Unze Gold schon mal über 1800 $, also mehr als 30% mehr als heute.

Gerade Gold und Silber sind natürlich besonders als Inflationsschutz geeignet. Sie haben sich langfristig als wertstabil erwiesen, ihr Wert ist unabhängig vom Zahlungsversprechen einer Regierung oder Notenbank und sie können weltweit als universelle Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Jedoch sind durchaus auch andere Rohstoffe geeignet um die Inflation zu kontern. So kann man z.B. in Öl investieren, dann ärgert man sich nicht so sehr wenn die Benzinpreise wieder steigen weil man dann auch durch die Investition in Öl Geld verdient. Ähnlich verhält es sich auch mit Kaffee, Kakao, Weizen und Mais.

Wie kann ich denn jetzt genau in Rohstoffe investieren?

Gold und Silber sind in der Tat die einzigen Rohstoffe in die ich auch in physischer Form investiere. Es kann nie schaden ein paar Goldbarren oder Münzen zu besitzen. Ich persönlich bin ein großer Freund der 100€ Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland. Zusätzlich zu dem Goldwert kommt auch noch der Sammlerwert. Sie erscheint nur einmal pro Jahr und in begrenzter Auflage. Bestellt werden kann sie hier.

Ansonsten sollte man Gold und Silber nur bei großen und bekannten Händlern wie degussa oder proaurum kaufen.

In die restlichen Rohstoffe investiert man am Besten über ETC´s. Wie genau das geht könnt ihr hier nachlesen.

Oder wenn ihr gleich mehrere Rohstoffe abdecken wollt und das mit möglichst wenig Arbeit und Aufwand könnt ihr auch in das Zertifikat Rohstoffe langfristig investieren. Es hat seit Auflegung fast 30% zugelegt, also deutlich mehr als nur ein Inflationsausgleich.

Entwicklung der Rohstoffpreise 2018

Wie immer zu Jahresanfang habe ich mir mal die Entwicklung der verschiedenen Rohstoffpreise im vergangenen Jahr angeguckt und in einer Tabelle zusammengestellt.

Für die Rohstoffpreise war 2018 kein gutes Jahr, nur 4 notieren heute höher als vor einem Jahr. Für längerfristige Rohstoffinvestoren war es dagegen ein tolles Jahr, so konnten wir doch noch mal zu billigeren Preisen zahlreiche Rohstoffe nachkaufen. Je stärker die Preise gefallen sind, umso stärker werden sie auch wieder steigen.

Warum die Preise für Rohstoffe immer stark schwanken und warum diese Anlageklasse so lohnend ist habe ich in dem Artikel Warum Rohstoffe? beschrieben.

Keine extremen Schwankungen 2018

Was auch auffällt, im Vergleich zu den vorigen Jahren gab es 2018 keine so starken Schwankungen, weder nach unten, noch nach oben. In den letzten Jahren gab es immer mindestes einen Rohstoff der auf Jahressicht um über 50% gestiegen bzw. gefallen ist. In diesem Jahr lag der größte Anstieg nur bei 25% bei Kakao. Das war auch mein einträglichster Verkauf in diesem Jahr. Am 9. April habe ich alle meine Kakao Kontrakte verkauft, was sich vom Timing her als nahezu perfekt erwiesen hat. Am 27. April wurde nämlich der Höchstkurs erreicht und danach ging es wieder abwärts.

Wikifolio behauptet sich in schwierigem Marktumfeld

Auch mit der Entwicklung des Wikifolios Rohstoffe langfristig bin ich sehr zufrieden. Obwohl fast alle Rohstoffpreise 2018 gefallen sind erwies sich das Wikifolio als stabil und es wurde sogar ein kleines Plus von 0,7% erzielt.

Dennoch notiert es mit aktuell 128 noch deutlich unter dem absoluten Höchstkurs von 145.

Damit ergibt sich im Moment eine sehr günstige Gelegenheit das Zertifikat zu einen niedrigen Preis zu erwerben, bevor die Rohstoffpreise wieder anziehen.

Wer auch von den steigenden Rohstoffpreisen profitieren möchte, das Zertifikat Rohstoffe langfristig ist weiter investierbar und bei fast allen großen Banken erhältlich. Einfach auf den Link klicken und dann auf Jetzt investieren um zu sehen wo man es erwerben kann.