Kurssturz bei Silber – vermutlich erneut Tippfehler

Am Freitag kurz nach Mitternacht ist der Silberpreis plötzlich innerhalb weniger Sekunden um 7% abgesackt.

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Inflation steigt – Geld schützen durch Investition in Rohstoffe

Seit einiger Zeit steigt die Inflationsrate in Deutschland wieder stark an und liegt mittlerweile höher als in allen anderen europäischen Ländern.

So ist sie im Februar sogar auf über 2 % gestiegen, der höchste Wert seit über 4 Jahren. Im März waren es dann wieder „nur“ 1,6%. Das sollte aber kein Grund zur Entwarnung sein, vergleichen mit dem Vorjahresmärz sind es mehr als 5 mal so viel.

Auch sind die offiziellen Inflationsraten Mittelwerte aus einem einheitlichen Warenkorb. Es werden auch Dinge wie Elektrogeräte oder Kleidung erfasst, also Dinge die man sich nicht jeden Tag kauft. Oder auch Benzin, was für Leute ohne Auto irrelevant ist.

Tatsächlich ist der Geldschwund, besonders für Leute in Metropolregionen durch stark steigende Mieten und Nebenkosten schon deutlich höher.

Auf der Seite vom statistischen Bundesamt gibt es einen Rechner auf dem man seine persönliche Inflation ausrechnen kann.

So liegt z.B. die sogenannte „gefühlte Inflation“, d.h. ein Warenkorb bei dem tatsächlich häufig gekaufte Güter wie Lebensmittel oder Benzin höher gewichtet werden bei über 4%.

So ist z.B. Butter innerhalb eines Jahres um über 20% teurer geworden, Gemüse um über 10%.

Was sind die Gründe für die stark steigende Inflation?

Der Hauptgrund sind sicher die Millionen von Euro die die EZB derzeit in die Märkte pumpt. Die Geldmenge steigt dadurch stark an was nach einhelliger ökonomischer Meinung früher oder später zu einer hohen Inflation führen muss. Auch sollte man nicht vergessen dass es sowas hier in Deutschland schon mal gab, also eine Geldvermehrung über die Druckerpresse. Damals kam´s zur Hyperinflation und ein Brot z.B. hat plötzlich mehrere Millionen Mark gekostet. Aber ich will hier keine Ängste schüren. Eigentlich sollte man daraus gelernt haben und es nie wieder so weit kommen lassen. Jedoch ist die Kombination aus Null- oder sogar Negativzinsen und anziehender Geldentwertung, die hohe Staatsverschuldung vieler europäischer Länder, der schwache Euro und vor allem die einheitliche Geldpolitik für extrem unterschiedliche Volkswirtschaften in der Euro Zone, eine gefährliche Mischung.

 

Könnte die Inflation noch stärker steigen?

Viele Ökonomen fürchten in der Tat den berüchtigten „Ketchupflaschen- Effekt“. Das bedeutet dass sich lange Zeit bei der Inflation nicht viel tut, aber dann plötzlich schwappt sie in unkontrollierbarer Menge heraus.

Auch sogenannte Zweitrundeneffekte könnten die Inflation weiter anheizen. Gewerkschaften nehmen steigende Preise als Grundlage um deutlich höhere Löhne zu fordern. Das widerum hat höhere Produktionskosten zur Folge was sich in noch stärker steigenden Preisen niederschlägt. Dadurch könnte ein Teufelskreis aus steigenden Löhnen und höheren Preisen entstehen. So hat zum Beispiel die Dienstleistungsgesellschaft VERDI jüngst stolze 6% mehr Lohn verlangt. Deutlich steigende Löhne waren übrigens auch schon in den 70er und 80er Jahren (neben den Ölpreisen) der Grund für die hohe Geldentwertung.

Auch die Geldmenge in der Eurozone ist seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 um mehr als ein Drittel gestiegen. Der Wert aller Güter und Dienstleistungen in der Währungsunion ist in dieser Zeit allerdings nur um 2,4% gewachsen- ein Inflationsrisiko wie aus dem Lehrbuch.

 

Wie kann ich meine Ersparnisse schützen?

Geld ist im Grunde genommen nur buntes Papier, hat also überhaupt keinen realen Wert. Nur die Investition in Sachwerte schützt wirklich vor Inflation.

Allerdings sind die Preise für Immobilien und Aktien in den letzten Jahren regelgerecht explodiert. Wer jetzt einsteigt tut das also schon auf einem sehr hohen Niveau.

Ich persönlich würde daher von einer Investition in diese Anlageklassen im Moment eher abraten. Die Aktien-  und besonders der Immobilienmarkt sind extrem heißgelaufen.

Guckt man sich hingegen Rohstoffe an, sieht man dass viele Werte noch deutlich unter ihren Höchstukursen notieren. Hier z.B. die Goldpreisentwicklung in den letzten Jahren:

Wie man sieht ist noch deutlich Luft nach oben, im Jahre 2011 kostete die Unze Gold schon mal über 1800 $, also mehr als 30% mehr als heute.

Gerade Gold und Silber sind natürlich besonders als Inflationsschutz geeignet. Sie haben sich langfristig als wertstabil erwiesen, ihr Wert ist unabhängig vom Zahlungsversprechen einer Regierung oder Notenbank und sie können weltweit als universelle Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Jedoch sind durchaus auch andere Rohstoffe geeignet um die Inflation zu kontern. So kann man z.B. in Öl investieren, dann ärgert man sich nicht so sehr wenn die Benzinpreise wieder steigen weil man dann auch durch die Investition in Öl Geld verdient. Ähnlich verhält es sich auch mit Kaffee, Kakao, Weizen und Mais.

Wie kann ich denn jetzt genau in Rohstoffe investieren?

Gold und Silber sind in der Tat die einzigen Rohstoffe in die ich auch in physischer Form investiere. Es kann nie schaden ein paar Goldbarren oder Münzen zu besitzen. Ich persönlich bin ein großer Freund der 100€ Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland. Zusätzlich zu dem Goldwert kommt auch noch der Sammlerwert. Sie erscheint nur einmal pro Jahr und in begrenzter Auflage. Bestellt werden kann sie hier.

Ansonsten sollte man Gold und Silber nur bei großen und bekannten Händlern wie degussa oder proaurum kaufen.

In die restlichen Rohstoffe investiert man am Besten über ETC´s. Wie genau das geht könnt ihr hier nachlesen.

Oder wenn ihr gleich mehrere Rohstoffe abdecken wollt und das mit möglichst wenig Arbeit und Aufwand könnt ihr auch in das Zertifikat Rohstoffe langfristig investieren. Es existiert seit 4 Jahren und ist seitdem um ca. 40% im Wert gestiegen, also deutlich mehr als nur ein Inflationsausgleich.