OPEC fördert wieder mehr Öl – fallen jetzt die Preise?

Die Organisation erdölexportierender Länder beschließen die Erhöhung der Produktion um 600 000 Fass pro Tag (1 Mio. Barrel) –  welche Auswirkungen hat dass auf den Ölpreis?

Auf ihrer Sitzung am Freitag in Wien hat die Opec beschlossen die Fördermenge pro Tag um 1 Mio. Barrel anzuheben.

Wie viel zusätzliches Rohöl tatsächlich auf den Markt kommen wird, ist selbst Fachleuten nicht ganz klar. Wichtigster Grund dafür ist, dass nur wenige große Produzenten dazu in der Lage sind, ihre Ölproduktion kurzzeitig nennenswert auszuweiten. Besonders im krisengeschüttelten Venezuela ist dass fraglich.

Auch durch den drohenden Handelskrieg zwischen der USA und dem Rest der Welt könnte sich die Konjunktur abkühlen und somit die Nachfrage nach Öl sinken.

Auf der anderen Seite könnte zusätzlicher Preisdruck nach oben entstehen durch US Sanktionen gegen Ölunternehmen in Venezuela. Russland und den Iran.

Allerdings wird auch in den USA wieder deutlich mehr Öl gefördert.

Ich gehe im Moment eher davon aus dass sich der Preis irgendwo zwischen 60 und 80 einpendeln wird. Zumindest den starken Preisanstieg (über 150% seit dem Tief in 2015) sollte diese Erhöhung der Fördenmenge stoppen.

Daher drängt sich im Moment ein Engagement in Öl nicht unbedingt auf. Ich werde weiter die Märkte beobachten und erst bei Preisen um die 50$ pro Barrel in meinem Wikifolio wieder einsteigen.

 

 

 


wikifolio

Update Rohstoff Zertifikat: Weizen und Mais stark; Investitionssumme steigt auf 60 000€

Das Wikifolio Rohstoffe langfristig läuft super gut zur Zeit. Weizen und Mais beide ins Plus gelaufen, Weizen sogar mit 6% in wenigen Tagen.

Die Investionssumme überschreitet auch zum ersten Mal überhaupt die 60 000€ Marke!

Reich mit Rohstoffen

Auch nähert sich das Wikifolio auch wieder dem Allzeithoch von 142€. Bis dahin fehlen noch ca. 6%.

Reich mit Rohstoffen

 

Im Moment wäre auch noch ein recht guter Zeitpunkt um neu einzusteigen, allerdings sollte man nicht zu lange warten sonst kann es sein dass das Zertifikat schon zu stark gestiegen ist.

 

 

Trendwende bei Agrarrohstoffen?

Die Preise für Agrarrohstoffe sind in den letzten Jahren ständig gesunken. So notiert z.B. Weizen am unteren Ende der Range der letzten 30 Jahre.

Grund dafür ist einfach ein Überangebot an den Märkten. So paradox es klingt da Millionen Menschen auf der Welt hungern. Aber das Angebot ist einfach sehr ungleich verteilt. Die einen haben zu viel und die anderen zu wenig.

Das Geschäft mit landwirtschaftlichen Produkten ist ohnehin alles andere als einfach. Es ist sehr volatil. Über eine gute Ernte kann man sich heutzutage nicht einmal mehr richtig freuen. Eine gute Ernte bedeutet für gewöhnlich hohes Angebot und somit niedrige Preise.

Theoretisch werden immer mehr Nahrungsmittel benötigt. Die Bevölkerung wächst global und die Ansprüche werden höher. Das gilt langfristig, nicht aber kurzfristig. Kurzfristig drückt hohes Angebot auf die Preise und Margen. Besonders deutlich wird das in den USA. Dort sind die Einnahmen aus der Landwirtschaft in den letzten Jahren massiv gesunken.

Insgesamt haben US-Bauern die größte Einnahmenkrise seit langem. Immer mehr Farmer geben daher auf oder müssen sich einen Zweitjob suchen. Das Geld reicht vorne und hinten nicht mehr.

Viele Farmer geben auch einfach auf, Rekordernten hin oder her.

Für Anleger ist das ein gutes Zeichen. Es deutet sich ein Turnaround an. Wenn weniger produziert wird, also das Angebot geringer wird, sollten die Preise wieder steigen. Global gesehen steigt nämlich die Nachfrage ständig an, weil es einfach immer mehr Menschen auf der Erde gibt die natürlich Nahrungsmittel brauchen.

Das Gute ist, man muss nicht Landwirt sein um von steigenden Agrarrohstoffpreisen zu profitieren.

Ich bin z.B. in meinem Rohstoff Zertifikat in Weizen , Mais, Kaffee und Kakao investiert. Wer auch profitieren möchte: diese ETC´s sind bei nahezu allen Banken handelbar. Wie man genau in Rohstoffe investieren kann habe ich hier beschrieben.

Wem das zu viel Arbeit ist der kann natürlich auch direkt in das Wikifolio Rohstoffe langfristig investieren und so direkt ohne viel Aufwand von steigenden Rohstoffpreisen profitieren.

 

 

Warum Rohstoffpreise tendenziell steigen werden

  • Die Weltbevölkerung wächst weiter rasant. Dadurch steigt natürlich auch die Nachfrage nach Rohstoffen, was steigende Preise zur Folge hat.

 

  • Die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern und einigen Entwicklungsländern wird auch in Zukunft kräftig voranschreiten. Dadurch schließt sich die Schere zwischen diesen Ländern und den Industriestaaten weiter und die Lebensstandards gleichen sich an . Durch die Verbesserung der Standards in bevölkerungsreichen Ländern wie China oder Indien wird der Pro-Kopf-Verbrauch an Rohstoffen sprunghaft ansteigen.

 

  • Die Ernährungsgewohnheiten in den aufstrebenden Schwellenländern gleichen sich den westlichen Gewohnheiten an. Dies führt zwangsläufig zu einer Nachfragesteigerung bzw. Nachfrageverschiebung bei den Agrarrohstoffen. Insbesondere die Nachfrage an Fleisch dürfte in den nächsten Jahren nochmals stark ansteigen. Für dessen Produktion werden dann auch deutlich mehr andere Rohstoffe wie beispielsweise Getreide benötigt.

 

  • Viele Produzenten haben auf Grund der gesunkenen Preise ihre Investitionen zum Beispiel in neue Minen in den vergangenen Jahren zurückgefahren. Und da neue Produktionsstätten nicht von heute auf morgen hochgefahren werden können, würde bei einer anziehenden Nachfrage das Angebot kaum mithalten können.

 

  • Klima- und Wetterkapriolen werden weiter zunehmen. Was besonders bei Agrarrohstoffen zu einem geringeren Angebot und somit steigenden Preisen führen kann.

 

  • Rohstoffe sind derzeit relativ wie auch absolut betrachtet günstig. Das bedeutet auch, dass die Produzenten Rohstoffe zu Preisen verkaufen, die zum Teil unter den Herstellungskosten liegen. Daher würden bei einem weiteren Verfall wohl immer mehr Hersteller aus dem Markt ausscheiden. Damit würde die Knappheit zunehmen und der Preis wieder steigen.

 

  • Da viele Produzenten heute nahe oder unter dem Marktpreis produzieren, würden bei einem weiteren Verfall wohl immer mehr Hersteller aus dem Markt ausscheiden. Damit würde die Knappheit zunehmen und der Preis wieder steigen. Ferner haben viele Produzenten auf Grund der gesunkenen Preise ihre Investitionen zum Beispiel in neue Minen in den vergangenen Jahren zurückgefahren. Und da neue Produktionsstätten nicht von heute auf morgen hochgefahren werden können, würde bei einer anziehenden Nachfrage das Angebot kaum mithalten können.

 

  • Auch geopolitische Faktoren sollte man nicht ausser acht lassen. Sollten z.B. Konflikte im Nahen Osten oder anderswo eskalieren würden die Rohstoffpreise nach oben schießen.

 

  • Auch eine beschleunigte Geldentwertung könnte zu stark steigenden Rohstoffpreisen führen.Die übermäßige Verschuldung in Italien, den USA, Japan und vielen anderen Ländern in Verbindung mit der weiterhin expansiven Geldpolitik der Zentralbanken könnte theoretisch jederzeit einen Dominoeffekt samt galoppierender Inflation auslösen. Gerade die Gold- und Silberpreise werden dann natürlich stark steigen.

Rohstoffpreise dürften 2018 wieder anziehen

Jahrelang kannten Rohstoffpreise nur eine Richtung, und zwar nach unten. Mittlerweile haben sie sich auf sehr niedrigem Niveau stabilisiert. Wie geht es jetzt weiter?

Kaum ein anderer Markt ist so zyklisch wie der Rohstoffmarkt. Zwischen Anfang dieses Jahrtausends und 2008, vor dem Ausbruch der Finanzkrise, hat sich der Bloomberg Commodity Index mehr als verdoppelt. Dann aber gab er diese Gewinne in kürzester Zeit ab und fiel fast wieder auf das Niveau von 2002 zurück. Anschließend erfolgte eine erneute deutliche Erholung bis etwa 2011, seitdem aber ist der Index wieder im Sinkflug, wobei er sich inzwischen allerdings auf niedrigem Niveau stabilisiert hat.

Meiner Meinung nach ist jetzt der richtige Zeitpunkt um wieder einzusteigen. Die Gründe dafür sind rasch zusammengefasst: Zunächst einmal sind Rohstoffe derzeit relativ wie auch absolut betrachtet günstig. Das bedeutet auch, dass die Produzenten Rohstoffe zu Preisen verkaufen, die zum Teil unter den Herstellungskosten liegen.

Dazu kommt, dass Unsicherheiten von Seiten der Geopolitik drohen. Sollten die derzeitigen Konflikte zwischen Nordkorea und den USA oder im Nahen Osten eskalieren, würde dies die Rohstoffpreise nach oben schießen lassen. Das Gleiche gilt bei Agrarprodukten, sollten die Wetterbedingungen zu stärkeren Ernteausfällen und damit zu Knappheit führen. Zwar könnten die Preise seiner Ansicht nach auch noch weiter fallen. Wahrscheinlicher sei aber, dass die expansive Geldpolitik der Notenbanken irgendwann auch die Rohstoffpreise erreicht und diese nach oben schiebt.

Und schließlich kommt dazu noch etwas: Da viele Produzenten heute nahe oder unter dem Marktpreis produzieren, würden bei einem weiteren Verfall wohl immer mehr Hersteller aus dem Markt ausscheiden. Damit würde die Knappheit zunehmen und der Preis wieder steigen. Ferner haben viele Produzenten auf Grund der gesunkenen Preise ihre Investitionen zum Beispiel in neue Minen in den vergangenen Jahren zurückgefahren. Und da neue Produktionsstätten nicht von heute auf morgen hochgefahren werden können, würde bei einer anziehenden Nachfrage das Angebot kaum mithalten können.

Da wir derzeit einen so synchronen und starken Aufschwung in der Welt sehen wie lange nicht, spricht in der Tat vieles dafür, dass die Rohstoffpreise in nächster Zeit, sofern es keinen konjunkturellen Einbruch gibt, stark anziehen.

Nun ist natürlich die Frage wie man als Anleger davon profitieren kann. Die beste Möglichkeit in einzelne Rohstoffwerte zu investieren ist über ETC´s. Wenn man gleich von der Entwicklung mehrerer Rohstoffe profitieren möchte, bietet sich ein aktiv gemanagtes Zertifikat wie das Wikifolio Zertifikat Rohstoffe langfristig an.

 

 

Entwicklung der Rohstoffpreise 2017

Ich habe mal die Entwicklung verschiedener Rohstoffe betrachtet und in einer Tabelle zusammengestellt:

Betrachtet man die Preisentwicklung der verschiedenen Rohstoffe für 2017 ergibt sich ein gemischtes Bild. Während vor allem Industriemetalle stark gestiegen sind, sank der Preis der meisten Agrarrohstoffe. Das ist jedoch für langfristig orientierte Anleger eine gute Gelegenheit um die eigenen Bestände zu günstigeren Preisen aufzustocken. Warum die Preise für Rohstoffe immer stark schwanken und warum diese Anlageklasse so lohnend ist habe ich in dem Artikel Warum Rohstoffe? beschrieben.

Durch die gesunkenen Preise ist auch der Preis meines Wikifolios Rohstoffe langfristig im letzten Jahr um über 10% gesunken. Damit ergibt sich im Moment eine sehr günstige Gelegenheit das Zertifikat zu einen niedrigen Preis zu erwerben, bevor die Rohstoffpreise wieder anziehen.

Der größte Erfolg des vergangenen Jahres war sicher Öl. Ich war im Wikifolio massiv investiert und konnte, nachdem der Preis stark angestiegen ist, meine Kontrakte verkaufen und für meine Investoren ordentliche Gewinne erzielen.

Wer auch von den steigenden Rohstoffpreisen profitieren möchte, das Zertifikat Rohstoffe langfristig ist weiter investierbar und bei fast allen großen Banken erhältlich. Einfach auf den Link klicken und dann auf Jetzt investieren um zu sehen wo man es erwerben kann.

 

Sinkende US Lagerbestände lassen Ölpreis steigen

Nach einem starken Anstieg in den letzten Wochen und einer darauf folgenden Korrektur steigen die Ölpreise heute wieder.

 

 

 

Grund dafür sind Meldungen wonach die Lagerbestände der Rohölreserven in den USA stark gesunken sind.

Ölbestände wurden gemäß der Schätzung des American Petroleum Instituts in der vergangenen Woche um 6,35 Mio. Barrel abgebaut. Die Erwartung lag bei einem Abbau von 2,2 Mio. Barrel. Damit ist es der größte Abbau seit August und der drittgrößte in diesem Jahr. Das Lager in Cushing wies bereits in der Woche zuvor einen Abbau bei den Beständen auf. Auch in dieser Woche lag der Abbau bei 1,8 Mio. Barrel.

Die Rohölbestände in den USA könnten auch in den kommenden Wochen zurückgehen. Der Betreiber der Keystone-Pipeline, die TransCanada Corp, teilte mit, dass man die Lieferungen bis zum Ende des Monats um 85 Prozent reduzieren werde. In der letzten Woche sind im US-Bundesstaat North Dakota 5.000 Barrel Rohöl aus einem Leck ausgetreten. Der Bundesstaat teilte mit, dass man die Lizenz für die Pipeline zurückziehen könne, sollte eine Untersuchung des Ölaustritts zeigen, dass das Unternehmen seine Lizenz verletzt habe.

Ausserdem findet in der nächsten Woche das OPEC-Non-OPEC Meeting statt und viele erwarten, dass sich die ölproduzierenden Länder auf eine Verlängerung bei den Kürzungen einigen werden. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete, dass russische Produzenten sowie der Energieminister Gespräche über eine Verlängerung von sechs Monaten führen. Zuvor war die Haltung des russischen Ministers in Bezug der Verlängerung eher zurückhaltend gewesen.

 

 

Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit 2 Jahren

Rekordimporte von China und Indien lassen die Preise steigen

China und Indien haben im September Öl auf Rekordniveau importiert. Dieses Nachfragehoch stabilisiert die Preise. So steht der Ölpreis im Moment so hoch wie seit 2 Jahren nicht mehr.

Auch niedrigere Irak Ölexporte stützen Preis

Die Ölpreise werden auch von niedrigeren irakischen Ölexporten gestützt. In den ersten drei Oktoberwochen lagen diese etwa 200 000 Barrel pro Tag unter dem Septemberniveau. Im Norden des wichtigen Förderlandes wurde die Ölproduktion im Gebiet um Kirkuk wegen des Konflikts mit den Kurden vorübergehend unterbrochen.

Im Nordirak haben sich die Kurden aus den umstrittenen Gebieten weitgehend zurückgezogen und Kämpfe gegen das irakischen Militär vermieden. Allerdings sind die Ölfördermengen aus dem Großraum Kirkuk von 600.000 auf 200.000 Barrel/Tag zurückgegangen. Die Iraker versuchen jetzt den Förderbetrieb wieder hochzufahren, wobei aber auch die beiden Pipelines ein Problem sind. Die Förderausfälle belaufen sich bislang auf rund 2,2 Millionen Barrel. Die Kurden haben dagegen im Nordosten Syriens das größte syrische Ölfeld von der IS zurückerkämpft. Auch die SDF Kampfkräfte Syriens haben die Stadt Rakka und ein Erdöl- und Erdgasfeld von der IS zurückerobert.

 

OPEC hält eine hohe Quotendisziplin

Die OPEC Staaten halten sich an die Begrenzung der Fördermengen. Die Drosselungsquoten wurden in den vergangen Wochen zu 120% umgesetzt. Unter der Führung von Saudi-Arabien wurden auch die physischen Rohölexporte verringert. Weltweit haben sich die Lagerüberbestände um rund die Hälfte abgebaut.

Am Markt rückt außerdem das Ende November anstehende Treffen des Ölkartells OPEC stärker in den Blick. Es wird darauf spekuliert, dass die OPEC eine mit anderen großen Förderländern vereinbarte Fördergrenze verlängern wird. Mit der Vereinbarung sollen die Rohölpreise stabilisiert und bestenfalls angehoben werden. Sie läuft Ende März 2018 aus. Die größten Produzenten, Saudi-Arabien und Russland, haben bereits durchblicken lassen, dass eine zeitliche Verlängerung angedacht ist.

 

Wie kann man als Privatanleger vom steigenden Ölpreis profitieren?

Es gibt viele Möglichkeiten in Öl zu investieren. Ich bevorzuge Öl ETC´s wie diesen hier:  Öl ETC.

Wie man in diese Produkte investieren kann könnt ihr in meinem Artikel Wie? nachlesen.

Noch einfacher ist es in das Wikifolio Rohstoffe langfristig zu investieren. Einfach dem Link folgen und auf Jetzt investieren klicken.

 

Erwartete Rekordernten lassen Weizenpreis abstürzen

Der Weizenpreis fällt wie ein Stein, in den letzten Tagen von über 500 Cent pro Scheffel (ca. 27kg) auf nur noch knapp über 400.

Grund dafür sind Rekordernten hauptsächlich in Russland und Bulgarien. So bricht die russische Getreideernte in diesem Jahr alle Rekorde. Prognosen zufolge soll die Ernte 130,7 Mio. Tonnen betragen, das wären 2,6% mehr als die bisherige Rekordernte aus dem Jahre 1978.

So sollen in diesem Jahr in Russland 80,1 Millionen Tonnen Weizen, 19 Millionen Tonnen Gerste sowie 16,3 Millionen Tonnen Mais geerntet werden. Russland investiert mehr in die Landwirtschaft, nachdem die Vereinigten Staaten und die Europäische Union im Jahr 2014 Sanktionen gegen Russland verhängt haben.

Auch andere Länder melden höhere Erträge im Vergleich zum Vorjahr

In Bulgarien ist die Anfang August abgeschlossene Weizenernte deutlich höher ausgefallen als zuvor erwartet. Das Landwirtschaftsministerium in Sofia, das Ende Juni noch mit einem Aufkommen von nur gut 5 Mio t gerechnet hatte, veranschlagt die Weizenproduktion jetzt auf 5,85 Mio t bis 5,95 Mio t. im vergangenen Jahr wurden in Bulgarien 5,66 Mio t Weizen geerntet, was einen neuen Rekord bedeutet hatte. Maßgeblich für die weitere Steigerung der Weizenproduktion sind höhere Erträge; nach der aktuellen Schätzung des Agrarressorts wurden dieses Jahr im Mittel 51,3 dt Weizen pro Hektar gedroschen, verglichen mit 47,5 dt/ha im Vorjahr.

Agrarexperten berichteten zuvor, dass günstige Witterungsbedingungen und ausreichende Niederschlagsmengen im Mai und Juni sowie das heiße Wetter im Erntemonat Juli zu einer Spitzenernte an Weizen mit guten Qualitäten geführt hätten. Zudem seien bessere Sorten als 2016 genutzt worden.

Neben Russland als weltgrößtem Weizenexporteur dürfte auch in der Europäischen Union die Ernte in diesem Jahr besser ausfallen als erwartet. Vor allem in Frankreich, dem größten Anbaugebiet der EU, werden nach dem schlechten Vorjahr für die neue Saison Top-Erträge erwartet.

Auch in Indien, wo die Ernteerträge infolge starken Monsunregens in den vergangenen Jahren rückläufig waren, geht es mit der Ausbeute dieses Jahr kräftig bergauf. Der Subkontinent dürfte sogar Weizen exportieren, was ungewöhnlich ist. Sonst verbrauchen die Inder ihren Weizen wegen des hohen Eigenbedarfs vollständig selbst.

Die hohen Zuwächse in diesen Regionen dürften die Rückgänge in Australien und Nordamerika mehr als ausgleichen. Es ist zu erwarten, dass nach der globalen Spitzenernte in der Vorsaison erneut ein Rekordwert erreicht wird.

Die Lager sind voll

Das wird die schon bestehende Überversorgung mit Weizen noch erhöhen. Die bereits gut gefüllten Lager werden weiter aufgestockt. Auf 258 Millionen Tonnen schätzt die US-Landwirtschaftsbehörde USDA die Vorräte weltweit. Da China und Indien wegen eigener hoher Erträge kaum Getreide importieren müssen, kann von Weizenknappheit keine Rede mehr sein. Das dürfte den Preis weiter belasten. Zumal charttechnisch der Weg für weitere Verluste frei ist, da eine Unterstützungslinie nach der anderen durchbrochen wurde.

 

Jetzt in Weizen investieren?

Sollte man die günstigen Preise nutzen und jetzt in Weizen investieren?

Ich persönlich warte noch ab und würde beim letzten Tief vom August 2016 meine Positionen aufstocken und zu deutlich günstigeren Preisen nachzukaufen. Wie genau meine Strategie aussieht könnt ihr hier nachlesen. Generell ist es immer gut wenn die Preise fallen damit man billiger nachkaufen kann und somit die Position größer ist und somit auch die Gewinne. Langfristig schwanken Rohstoffe nämlich immer sehr stark und es sind hohe Gewinne möglich. Siehe auch: Warum Rohstoffe?

Da auch andere Rohstoffe stark gefallen sind, ist mein Wikifolio Rohstoffe langfristig  mittlerweile über 10% billiger zu haben als noch vor einigen Wochen. Wer also einsteigen möchte, im Moment wäre ein guter Zeitpunkt.

 

Kurssturz bei Silber – vermutlich erneut Tippfehler

Am Freitag kurz nach Mitternacht ist der Silberpreis plötzlich innerhalb weniger Sekunden um 7% abgesackt.

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Aussagen aus Russland schicken Ölpreis auf Talfahrt

Für acht Handelstage in Folge ging es für die Ölpreise nach oben, die längste Aufwärtsbewegung in diesem Jahr. Heute jedoch sorgen Aussagen aus Rußland, wonach man weitere Produktionskürzungen ablehnt, für einen Preisrutsch.

 

 

Allerdings wolle man sich an die Vereinbarung mit der OPEC halten. Zurzeit fördert Russland im Rahmen des Deals 300.000 Barrel/Tag weniger.

Belastet werden die Preise zudem von einer höheren Fördermenge aus Libyen und Nigeria. Die beiden OPEC Länder erhöhen seit Wochen ihre Produktion. Sie sind von der Kürzungsvereinbarung zwischen der Opec und anderen großen Förderländern ausgeschlossen.

Weniger Fracking

Anlass für die Preiserholung in den letzen Tagen war eine Nachricht aus der Fracking-Industrie in den USA. Dort scheint das ungehemmte Schieferölfördern ein wenig zu pausieren. Erstmals seit 23 Wochen ging die Zahl der Bohrlöcher zurück, zwar nur um 2 auf 756, aber immerhin.

Dabei hält das Überangebot an Öl weiter an. So haben die Opec-Staaten im Juni 32,7 Millionen Barrel Öl gefördert und damit 280.000 mehr als noch im Monat zuvor. Es wird daher vermutlich nicht gelingen den Lagerüberhang bis zum Jahresende abzubauen.  Vom Rückgang der Ölbohrungen in der vergangenen Woche in den USA auf eine Trendwende zu schließen, sei zu früh.

Sollte der Preisverfall anhalten werde ich meine Position im  Rohstoff Wikifolio aufstocken und somit den durchschnittlichen Kaufpreis zu senken.

 

Erneuter Preisrutsch beim Öl – das sind die Gründe

Das Rauf und Runter beim Ölpreis geht weiter. Nachdem sich die OPEC Länder und Russland auf eine Verlängerung der Förderkürzung geeinigt hatten stieg der Preis zunächst um fast 15% innerhalb von zwei Wochen. Seit dem 25. Mai gehts jedoch wieder abwärts. Hier mal der 1 Monats-Chart:

 

Wie kommt es nun das Öl die ganzen Gewinnen von zwei Wochen in kurzer Zeit wieder abgegeben hat, obwohl doch eine Verlängerung der Förderkürzung beschlossen wurde?

Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zunächst einmal ist die Skepsis hinsichtlich der Wirksamkeit der Produktionskürzungen ist weiterhin hoch. Solange es nicht zu einem spürbaren Abbau der Ölvorräte kommt, dürften die Preise weiter zur Schwäche neigen. Viele Marktteilnehmer hatten auch mit einer noch stärkeren bzw. längeren Produktionskürzung gerechnet.

Ursprünglich wurden die Preisrutsche in den vergangenen Tagen von enttäuschten Ölinvestoren ausgelöst. Zwar hat sich die Opec gemeinsam mit zehn Nicht-Opec-Staaten, darunter Russland, vergangene Woche geeinigt, noch bis Ende März 2019 täglich 1,8 Millionen Barrel Öl weniger zu fördern als noch im Oktober 2016.

Doch insgeheim hatte sich der Markt tiefere oder noch längere Einschnitte erhofft. Zudem blieb eine klare Strategie offen, wie das Kartell mit dem steigenden Ölangebot aus Libyen und Nigeria umgehen will. Diese beiden Länder sind nämlich aufgrund der unsicheren politischen Lage vom OPEC Deal ausgenommen. Mit steigenden Öleinnahmen wollen sie den Kampf gegen Terrorgruppen in ihren Ländern finanzieren und für Stabilität sorgen.

So hat die National Oil Corporation aus Libyen hat angekündigt, dass sie in den nächsten Wochen eine Produktion von etwa 800k Barrel pro Tag erreichen könnte. Per Mai betrug die Produktion 784k Barrel. Per April Schätzung sollte die Produktion gegenüber März noch um 9,3 % gefallen sein, aber 62,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Schieferölunternehmen in den USA dank der gestiegenen Preise ihre Förderung massiv erhöht haben. Schätzungen der Analysefirma WoodMackenzie zufolge könnten allein die USA in diesem Jahr ihre Förderung um fast eine Million Barrel pro Tag steigern – und so etwa die Hälfte des Abkommens wettmachen. Auch Staaten wie Kanada oder Norwegen pumpen wieder mehr Öl.

Ausserdem wollen die USA ihre strategischen Ölreserven (SPR – Strategic Petroleum Reserves) abbauen – und das nicht zu knapp. Derzeit befinden sich 700 Mio. Barrel in den Reserven. Dies entspricht derzeit knapp 3 Monaten Ölproduktion der USA. Es ist also richtig viel Öl.

Die Reserven sollen nun signifikant abgebaut werden. Insgesamt sollen an die 300 Mio. Barrel auf den Markt kommen. Das geschieht nicht heute und morgen, sondern über 10 Jahre. Dadurch wird der Einfluss auf den Ölpreis eher gering bleiben.

 

Mittlerweile geht die OPEC davon aus dass sie den Preis knapp unter 60$ halten muss um selbst ein halbwegs vernünftiges Auskommen zu haben, andererseits die US Fracking Industrie nicht zu stark werden zu lassen. Es ist daher sehr wahrscheinlich dass der Preis noch eine ganze Weile zwischen 50 und 60 schwanken wird. Nach Aussagen des iranischen Ölministers ist es das Ziel der OPEC einen Preis zwischen 55 und 60 zu erreichen.

Ich bin auch immer noch in meinem Wikifolio Rohstoffe langfristig massiv in Öl investiert. Werde jedoch, sollte der Preis auf über 55 steigen, verkaufen. Sollte es noch mal runter gehen auf 40 oder niedriger würde ich wieder einsteigen, immer im Blick dass die OPEC alles tun wird um auf einen Preis von mindestens 55 zu kommen.

 

 

El Nino beflügelt Kakaopreis

Das Wetterphänomen El Nino treibt den Kakaopreis auf ein neues 5 Wochenhoch.  Nachdem der Preis um über 40% auf unter 2000$ pro Tonne gefallen war liegt er jetzt schon wieder bei knapp 2200$.

 

Nachdem die Internationale Kakaoorganisation Ende Februar für 2016/17 noch einen globalen Überschuss von 264.000 Tonnen am Kakaomarkt prognostiziert hatte, dürften die sich mehrenden Vorhersagen eines neuerlichen El-Nino-Wetterphänomens zu steigenden Preisen führen. El-Nino bringt in Westafrika in der Regel Trockenheit, die zu niedrigeren Kakaoernten führt.

Ausserdem gab es in letzter Zeit Prognosen sowie Berichte ivorischer Exporteure über eine schlechte Qualität der zuletzt angelieferten Ware.

Ich bin seit dem 20.2.17 über mein Wikifolio Rohstoffe langfristig in Kakao investiert, und zwar über diesen ETC: X0B9 der Commerzbank. War scheinbar ein gutes Timing, habe zu Preisen von ca. 2000 $ gekauft und bin mittlerweile schon 5% im Plus.

Wer auch von steigenden Kakaopreisen profitieren möchte kann in mein Wikifolio Zertifikat investieren.

 

Wo kommen unsere Rohstoffe her

Tolle Grafik vom Visual Capitalist:

Where Do Raw Materials Come From?

on November 16, 2016 at 11:24 am

Every “thing” comes from somewhere.

Whether we are talking about an iPhone or a battery, even the most complex technological device is made up of the raw materials that originate in a mine, farm, well, or forest somewhere in the world.

Here are the top producing countries for each major commodity worldwide:

Where do raw materials come from?