OPEC Entscheidung lässt Ölpreise steigen

Die Entscheidung der OPEC die Förderbremse zu verlängern treibt den Ölpreis auf ein 3 Monats Hoch. Die Opec und ihre Partner hatten am Samstag beschlossen,die Drosselung der Ölproduktion um einen weiteren Monat zu verlängern. Die teilnehmenden Länder der sogenannten Opec+ hätten bei einer Videokonferenz dafür gestimmt, dass auch im Juli die Ölproduktion um knapp zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag gedrosselt werde, hieß es. Dies soll helfen, die Ölpreise zu stabilisieren. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ist der Ölverbrauch eingebrochen.

Quelle: Onvista

In meinem Wikifolio bin ich mittlerweile mit Öl 40% im Plus und auch die Gesamtperformance liegt bei 40%. In diesem Jahr ist es schon um 8% gestiegen. Es ist weiter investierbar und kann bei nahezu allen großen Banken gehandelt werden.

Gewinne mit Öl: 17 und 23%

Der Ölpreis steigt weiter und notiert mittlerweile wieder über 30$ je Barrel. Hab den gestiegenen Preis genutzt und weitere 200 ETC´s im Wikifolio verkauft und damit einen Gewinn von 17% bzw. 23% erzielt.

Wer auch Geld mit Öl verdienen will macht das am Besten über ETC´s. In meinem Artikel Strategie habe ich meine genaue Vorgehensweise bei Rohstoffinvestments beschrieben.

Noch einfacher ist die Investition in mein Wikifolio Zertifikat Rohstoffe langfristig. Es ist bei nahezu allen Banken handelbar. Einfach auf den Link klicken und dann auf Jetzt investieren.

Teilverkauf Öl mit 10% Gewinn

Habe gestern den gestiegenen Ölpreis genutzt und einen kleinen Teil meiner Öl ETC´s im Wikifolio verkauft und Teilgewinne mitgenommen. Habe damit einen Gewinn von 10,7% erzielt. War ein super Timing, heute fällt der Preis schon wieder. Die Öl Position ist weiter mit knapp 50% sehr groß und ich werde bei steigenden Preisen weitere Teilverkäufe vornehmen. Sollte es noch mal deutlich runter gehen werde ich hingegen die Position aufstocken.

Größte Öl Förderkürzung aller Zeiten – warum der Preis trotzdem fällt

Nach harten, tagelangen Verhandlungen haben sich die 23 Opec Mitglieder und andere Ölförderländer auf die wohl größte Förderkürzung in der Geschichte geeinigt. Mit dieser als historisch geltenden Drosselung der Ölförderung versuchen sich wichtige Förderländer gegen einen weiteren Preisverfall zu stemmen. So hat der Ölpreis seit Beginn der Corona Krise um mehr als 50% nachgegeben und ist jetzt sogar wieder unter die 30$ Marke gefallen.

1,4 Milliarden Liter weniger pro Tag

So sollen ab Mai pro Tag fast 10 Millionen Barrel pro Tag weniger gefördert werden. Das entspricht in etwa 10% der gesamten Fördermenge. Diese Kürzung gilt für Mai und Juni. Von Juli bis Jahresende werden es -7,7 Mio pro Tag sein, und für die darauf folgenden 16 Monate werden es 5,8 Mio Barrels pro Tag sein.

Geringeres Angebot = höhere Preise?

Normalerweise müssten doch jetzt die Preise wieder anziehen, oder? Ein geringeres Angebot führt zu höheren Preisen. Angebot und Nachfrage bestimmen schließlich den Preis, das lernt jedes Kind in der Schule. Das genau ist der casus knaxus, die Nachfrage nach Öl ist nämlich durch Corona und den damit verbundenen Stillstand der Wirtschaft deutlich stärker eingebrochen. So liegt die Menge Öl die zur Zeit täglich benötigt wird um geschätzt ca. 35 Mio. Barrel niedriger als vor der Corona Krise. Die gekürzte Menge reicht also bei weitem nicht aus um die geringere Nachfrage auszugleichen. Und auch die Lager sind mittlerweile voll, so dass täglich weit mehr Öl auf die Märkte kommt als gebraucht wird. Folglich ist eher von weiter sinkenden Preisen auszugehen.

Und nach der Krise?

Irgendwann wird auch die Wirtschaft wieder anziehen und es wird wieder mehr Öl gebraucht, so dass die Preise wieder steigen werden. Nur kann das im Moment noch niemand abschätzen wann das sein wird. Ich habe jedenfalls den niedrigen Ölpreis genutzt und sowohl privat, als auch im Wikifolio massiv in Öl investiert und werde bei weiter fallenden Kursen nachkaufen. So kostet Öl ja zur Zeit so wenig wie vor fast 20 Jahren und ist über 70 % günstiger als der absolute Höchstpreis der im April 2011 erzielt wurde.

Chaos im erdölreichsten Land der Welt – Wie wirkt sich das auf den Ölpreis aus?

Kein Land verfügt über größere Ölreserven als Venezuela. Nicht Saudi-Arabien, nicht die USA, nicht Russland. Unter dem Territorium des kleinen südamerikanischen Landes liegen geschätzte 303 Milliarden Barrel Öl.

Erdölreserven nach Ländern

Demzufolge müsste Venezuela eigentlich eins der reichsten Länder der Welt sein. Trotzdem liegt es jetzt am Boden. Warum ist das so? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Sozialismus. Jahrzehntelange Misswirtschaft, Korruption, Vetternwirtschaft und fehlende Investitionen in die Erdölförderung haben dazu geführt dass mittlerweile nur noch 1 Mio. Barrel pro Tag gefördert werden. Das ist der niedrigste Stand seit 50 Jahren. Zum Vergleich: Saudi Arabien fördert pro Tag mehr als 10 Mio. Barrel.

Welche Auswirkungen hat die Krise auf den Ölpreis?

Um es kurz zu sagen, es kommt darauf an. Darauf wie sich die Situation in Venezuela weiter entwickelt. Dabei sind verschiedene Szenarien denkbar.

Sollte Maduro noch längere Zeit um seine Macht kämpfen, könnte das zu langanhaltenden Unruhen und damit zu einem fast völligen Erliegen der Wirtschaft führen.

Schlimmer noch: Wenn der Konflikt eskaliert und Venezuela als Exporteur ausfallen sollte, dann droht eine Angebotsverknappung, die, zumindest kurzfristig, auch wieder 3 stellige Preise zur Folge haben könnte. Allerdings könnten die anderen Opec Staaten sowie die USA und Russland diese fehlenden 1 Mio. Barrel aus Venezuela problemlos ausgleichen, so dass Preise über 100$ wohl nicht lange Bestand hätten.

Sollte es hingegen tatsächlich zu Neuwahlen in den nächsten Monaten kommen bei denen ein demokratischer gewählter Präsident die Macht übernimmt, sollte das dem Land Stabilität verleihen. Mit Hilfe ausländischer Ölkonzerne könnte dann die Produktion wieder zügig hochgefahren werden. Dann gibt es am Ölmarkt wieder ein Überangebot und die Preise fallen.

Allerdings halte ich dieses Szenario für nicht sehr wahrscheinlich. So schnell werden sich die „Chavistas“ nicht geschlagen geben, zumal sie über sehr mächtige Verbündete (Russland, China, Iran) verfügen. Es ist daher anzunehmen dass dieser Konflikt auf die eine oder andere Weise noch eine ganze Weile anhalten wird.

Fazit

Wer jetzt in Öl investiert ist sollte die Positionen halten und Gewinne laufen lassen. Von einem Neuanstieg auf dem derzeitigen Niveau rate ich allerdings ab. Ich werde, auch in meinem Wikifolio Rohstoffe langfristig ,erst ab Preisen von unter 50 ein neues Investment in Öl in Betracht ziehen.


Ölpreis Crash – Das sind die Gründe

Öl ist so billig wie nie in diesem Jahr. Im Oktober lag der Preis pro Barrel noch bei 85$, mittlerweile sind es nur noch 55, was einem Preisrückgang von über 30% in nur 3 Monaten entspricht.

Ölpreisentwicklung 2018 (Quelle: Onvista)

Was sind die Gründe für diesen dramatischen Preisverfall?

Der Hauptgrund ist sicherlich dass die Förderung in den USA immer weiter ansteigt. So sollen, laut US Energiebehörde, im Dezmber erstmals 8 Mio. Barrel pro Tag gefördert werden.

Und auch die Lager sind voll. Nach jüngsten Angaben der US-Regierung waren die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche die neunte Woche in Folge gestiegen. Dies ist der längste Zuwachs seit März 2017 und ebenfalls ein Hinweis für ein hohes Angebot auf dem Markt.

Dazu kommen Sorgen um eine sich abschwächende Weltkonjunktur und damit einer sinkenden Ölnachfrage.

Auch ein stärker werdender Dollar belastet den Ölpreis.

Jetzt schon einsteigen oder noch abwarten?

Auch wenn der Ölpreis schon so stark gefallen ist würde ich noch abwarten. Im Moment sieht es eher danach aus als ob es noch weiter runtergehen könnte. Ich persönlich werde zu Preisen von unter 50 eine erste Position eingehen und dann gemäß meiner Strategie bei weiter fallenden Preisen nachkaufen. Wer auch mit Öl oder anderen Rohstoffen Gewinne erzielen will, kann das direkt über ETC´s machen oder noch einfacher ist es direkt in das Zertifikat Rohstoffe langfristig zu investieren.



OPEC fördert wieder mehr Öl – fallen jetzt die Preise?

Die Organisation erdölexportierender Länder beschließen die Erhöhung der Produktion um 600 000 Fass pro Tag (1 Mio. Barrel) –  welche Auswirkungen hat dass auf den Ölpreis?

Auf ihrer Sitzung am Freitag in Wien hat die Opec beschlossen die Fördermenge pro Tag um 1 Mio. Barrel anzuheben.

Wie viel zusätzliches Rohöl tatsächlich auf den Markt kommen wird, ist selbst Fachleuten nicht ganz klar. Wichtigster Grund dafür ist, dass nur wenige große Produzenten dazu in der Lage sind, ihre Ölproduktion kurzzeitig nennenswert auszuweiten. Besonders im krisengeschüttelten Venezuela ist dass fraglich.

Auch durch den drohenden Handelskrieg zwischen der USA und dem Rest der Welt könnte sich die Konjunktur abkühlen und somit die Nachfrage nach Öl sinken.

Auf der anderen Seite könnte zusätzlicher Preisdruck nach oben entstehen durch US Sanktionen gegen Ölunternehmen in Venezuela. Russland und den Iran.

Allerdings wird auch in den USA wieder deutlich mehr Öl gefördert.

Ich gehe im Moment eher davon aus dass sich der Preis irgendwo zwischen 60 und 80 einpendeln wird. Zumindest den starken Preisanstieg (über 150% seit dem Tief in 2015) sollte diese Erhöhung der Fördenmenge stoppen.

Daher drängt sich im Moment ein Engagement in Öl nicht unbedingt auf. Ich werde weiter die Märkte beobachten und erst bei Preisen um die 50$ pro Barrel in meinem Wikifolio wieder einsteigen.

 

 

 


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