Preisrally bei Mais und Weizen – Was sind die Gründe und wie kann man davon profitieren?

Nachdem die Mais und Weizenpreise jahrelang nur eine Richtung kannten, nämlich die nach unten, steigen sie seit Ende letzten Jahres rapide an. So hat Mais um 15%, Weizen sogar um 25 % zugelegt.

 

 

Was sind die Gründe für diesen Anstieg?

Hauptgrund ist, dass die globale Nachfrage im Erntejahr 2018/19 das globale Angebot übertreffen wird.

Nach Berichten des Internationale Getreiderates (IGC)  wird der globale Maisbestand zum Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 bei 261,9 Mio t liegen; das wäre im Vergleich zur Anfangsmenge ein Minus von 44,9 Mio t oder 14,6 %. Gleichzeitig sollen die Weizenbestände um 5,8 Mio t oder 2,2 % auf 256,8 Mio t abgebaut werden; das wäre der erste Rückgang seit sechs Jahren.

Dieser rückläufigen globalen Getreideerzeugung dürfte 2018/19 ein Verbrauch von weltweit insgesamt 2,139 Mrd t gegenüberstehen, was einem Plus von 31 Mio t oder 1,5 % gegenüber der aktuellen Saison entsprechen würde. Der größte Teil dieses voraussichtlichen Nachfragezuwachses wird auf Mais entfallen: Hier wird eine Zunahme um 24,2 Mio t oder 2,3 % auf 1,099 Mrd t erwartet. Die Weizennachfrage soll um 4,8 Mio t oder 0,6 % auf 744,8 Mio t steigen. Mit Blick auf den internationalen Handel mit Getreide prognostiziert der IGC für das nächste Vermarktungsjahr die Rekordmenge von 368 Mio t. Dabei dürften sowohl beim Weizen als auch beim Mais neue Spitzenmengen erzielt werden; der Getreiderat geht von 179,2 Mio t beziehungsweise 150,2 Mio t aus.
Meldungen aus den USA, wonach die Mais Aussaat erst zu 17% abgeschlossen ist ließen den Preis zuletzt weiter steigen. Normal zu diesem Zeitpunkt sind 27%, was jedoch aufgrund der Wetterbedingen in den USA in diesem Jahr nicht erreicht wurde.
Auch die trockene Witterung in Brasilien, die die zweite und größere der beiden Maisernten des Landes zu beeinträchtigen droht, stützt den Maispreis.
Beim Weizen siehts nicht viel besser aus, zumindest in den USA. Der Crop Progress Report des US Landwirtschaftsministeriums zeigt, dass sich der Zustand der Weizenernte nur wenig verbessert hat. 34 Prozent werden mit „gut“ und „sehr gut“ bewertet, während es im Vorjahreszeitraum 54 Prozent waren. Weiterhin findet derzeit eine Crop Tour in Kansas statt. Die bisherigen Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Entwicklung der Pflanzen nur langsam vorankommt.

Jetzt noch einsteigen?

Viele werden sich jetzt natürlich fragen ob es überhaupt noch Sinn macht in Mais oder Weizen zu investieren, nachdem die Preise schon ziemlich gestiegen sind.

Ich bin der Meinung dass wir erst am Anfang der Rally stehen. Wenn man sich z.B. den 10 Jahres Chart von Mais anschaut, erkennt man dass noch deutlich Luft nach oben besteht.

So stand der Preis vor einigen Jahren schon mal bei 8$ je Scheffel (ca. 27kg). Zur Zeit sind es nur 4$. Sollte er wirklich noch mal auf 8 steigen wäre das also ein Zuwachs von 100%!

Beim Weizen sieht es ganz ähnlich aus.

Durch die steigenden Getreidepreise werden auch zunehmend größere Fonds wieder auf diesen Sektor aufmerksam. Sollten sie in größerem Umfang investieren wird das die Preise weiter steigen lassen.

 

Wie kann man in Mais und Weizen investieren?

Bei Agrarrohstoffen ist natürlich, im Gegensatz zu Gold oder Silber eine Investition in physischer Form eher schwierig. Kaum jemand hat genug Platz um größere Mengen Mais oder Weizen zu lagern.

Daher bietet es sich an in Produkte zu investieren die Rohstoffpreise nachbilden. Ich persönlich nutze sowohl privat als auch im Wikifolio ETC´s. Wie genau das geht kann man hier nachlesen.

Noch einfacher ist die Investition in ein Rohstoffzertifikat was gleich mehrere Rohstoffe abdeckt, wie z.B.: Rohstoffe langfristig.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*