Droht eine neue Weltwirtschaftskrise?

Über 10 Jahre sind seit der Finanzkrise vergangen. Nach dieser schlimmsten Rezession seit dem 2. Weltkrieg war eigentlich erwartet worden dass die Volkswirtschaften der Welt ihre Verschuldung abbauen würden. Das ist jedoch nicht passiert. Ganz im Gegenteil:

Die Welt versinkt in Schulden

So liegt die weltweite Verschuldung mittlerweile bei unfassbaren 244 Billionen Dollar, das sind sogar noch mal mehr als 56 Billionen mehr als nach der letzten Finanzkrise.

So hat sich z.B. in den USA die Verschuldung in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Von 10 Billionen in 2008 auf jetzt 22 Billionen.


In diesem Jahr werden die USA auch erstmals in ihrer Geschichte mehr als 1 Billion neue Schulden machen. Und ein Ende dieser Schuldenorgie ist nicht abzusehen. Schon jetzt müssen für Zinszahlungen jedes Jahr mehr als 500 Milliarden Dollar aufgebracht werden. Schon bald könnte die Zinslast zum größten Haushaltsposten werden und sogar die Ausgaben für´s Militär überholen.

Auch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt,

China,

sieht es nicht viel besser aus. Die Verschuldung ist gefährlich hoch und liegt mittlerweile bei 250% des BIP. Das Fatale hierbei: Wir haben uns in eine gefährliche Abhängigkeit von China begeben. In kein anderes Land der Welt liefert Deutschland mehr Produkte als ins Reich der Mitte. Sollte dort die Konjunktur einbrechen wird das fatale Folgen haben, nicht nur für Deutschland sondern für die ganze Welt. So ist China direkt für ein Drittel des gesamten Wirtschaftswachstums weltweit verantwortlich.

Staatsschulden können niemals zurück gezahlt werden

In den meisten Ländern der Welt sind die Schulden mittlerweile so hoch dass sie niemals vollständig zurückgezahlt werden können. Die Politiker wissen dass natürlich. Jedoch haben Politiker einen starken Anreiz die Schulden zu erhöhen um (wieder)gewählt zu werden. Den unattraktiven Schuldenabbau überlassen sie dann aber nur allzu gerne ihren politischen Nachfolgern.

Auch viele Unternehmen zu stark verschuldet

Doch nicht nur Staaten, auch viele Unternehmen sind hoch verschuldet. Sie haben die günstigen Zinsen genutzt um massiv Kredite aufzunehmen. Im Moment sind die Zinsen noch niedrig, aber was passiert wenn sie steigen? Viele Firmen werden dann Probleme haben weiterhin die Zinsen zu zahlen, so dass eine Pleitewelle droht.

Solange die Konjunktur gut läuft stellt dass alles noch kein gravierendes Problem dar, aber:

Die Konjuktur befindet sich bereits im Abschwung

  • Weltwirtschaft wächst geringer als erwartet
  • von Trump angezettelter Handelskrieg könnte Situation verschlimmern
  • Bundesregierung hat Wachstumsprognose nahezu halbiert, auf nur noch 1%
  • IFO Geschäftsklimaindex sinkt auf niedrigsten Stand seit 3 Jahren

Die Frage ist nur, handelt es sich hierbei nur um einen normalen Abschwung, den ganz normalen Konjunkturzyklus oder weitet es sich aus zu einer Rezession?

Darüber entscheidet wie gut Staaten und Unternehmen ihre Kreditlast bewältigen. Einige hochverschuldete Länder werden steigende Zinsen um mehrere Prozentpunkte nicht finanzieren können. Dazu gehört in Europa womöglich Italien. Dort liegen die Schulden bei 130% des Bruttoinlandsprodukts. Anstatt zu sparen plant die neue Regierung noch mal deutlich mehr Schulden zu machen um soziale Geschenke an die Wähler zu verteilen, wie z.B. ein Bürgergeld von 780€ im Monat oder die Senkung des Renteneintrittsalters. Die Regierung geht natürlich davon aus dass im Zweifel Europa einspringt um das Land vor einem Bankrott zu bewahren. Das würde natürlich vor allem wieder Deutschland treffen. Aber die Frage ist, wer rettet den Retter? Denn auch in Deutschland sind die Schulden stark gestiegen und der Schuldenabbau geht trotz Rekordsteuereinnahmen nur langsam voran. So liegen zum Beispiel die Sozialausgaben auf einem Rekordhoch von 900 Milliarden € pro Jahr, hauptsächlich bedingt durch die hohen Kosten durch die Flüchtlinge. Solange es wirtschaftlich gut läuft ist dass natürlich alles finanzierbar, aber wehe die Konjunktur kühlt sich ab, was sich jetzt andeutet.

Fazit

Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann der Crash kommt. Und er wird verheerend sein, im Vergleich dazu wird die Finanzkrise von 2008 wie ein leichtes Sommergewitter wirken. Die Frage ist auch nicht ob, sondern nur wann und wieviel man als Anleger verlieren wird. Die gute Nachricht ist allerdings dass man seine Verluste verringern kann indem man in Sachwerte, allen voran natürlich Gold, investiert. Wie man am besten durch die Krise kommt, dazu werde ich auch demnächst hier einen separaten Artikel veröffentlichen.

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